Eine Reise zum größten Teil mit der Eisenbahn. Der Weihnachtsmann hat ein Buch gebracht. Die tollsten Eisenbahnreisen der Welt. Da drin gibt es ein Kapitel über die Schmalspurbahn auf Korsika
https://cf-corse.corsica/ – das machen wir!
Und das geht so:
Chursdorf -> Auto -> Leipzig (weil eine Verspätung des RE 6 problematisch wäre)
Leipzig -> ICE -> München -> Schlafwagen -> 2 Tage Florenz –
Florenz -> Zug -> Livorno -> Fähre nach Korsika -> 2 Tage Bastia
Bastia -> Eisenbahn -> Venaco – 4 Tage Venaco
Venaco -> Eisenbahn -> Ajaccio – Tagesausflug
Venaco -> Eisenbahn -> L’Île-Rousse 4 Tage L’Île-Rousse
L’Île-Rousse -> Eisenbahn -> Calvi Tagesausflug
L’Île-Rousse -> Eisenbahn -> 1 Tag Bastia
Leipzig, 6.März 2026
Bevor es richtig losgeht hat sich schon der Plan geändert. Die ÖBB hat die Rückfahrt am 21.03. um 3 Stunden verschoben. Dadurch erreichen wir den gebuchten Anschlusszug von Salzburg nach Leipzig nicht. Mal sehen, was das Reisezentrum dazu sagen kann. Aha, Zugebundenes Ticket umschreiben geht, geht nicht, weil wir die Fahrt Bologna – Salzburg – Leipzig nicht in einem Rutsch gebucht haben. Ich hatte es nicht hinbekommen, angeblich wäre es möglich gewesen. So ein Mist. Andere Mitarbeiterin vom Schalter nebenan – geht doch Stempel drauf, angenehme Reise noch. Dann geht es weiter. Im kuscheligen Schlafwagen einmal durch Österreich, ohne etwas vom Land zu sehen, Nachtzug eben.


Florenz, 07./08. März 2026




Die weltbekannte Stadt am Arno. Also Arnodresden nach meiner Logik.. Nach der Ankunft mit dem Nachtzug ging es gleich in die Altstadt. Einmal rund um den Dom. Als wir dann hinein wollten, war die Schlange 100 Meter lang. Da wollten wir nicht mehr hinein. Waren dann im Vecchio -Museum. Und am Fluss Arno. Da wussten wir auch warum es Elbflorenz heißt. Ein klein wenig Krämerbrücke ist auch da. Und jede Menge nackte Männer und Frauen – als Statuen und Gemälde. Michelangelo lässt grüßen.
Am Piazzale Michelangelo ist auch ein Hütchenspieler da.
Bastia 9./10. März 2026
Weiter mit der Eisenbahn nach Livorno. Von da fährt unsere Fähre nach Bastia/Korsika. Wie heißt wohl der Umsteigebahnhof in Florenz?




Einen Tag in der Stadt, in der die berühmten Corsica ferrys ankommen. So viele Geschäfte gibt’s hier. Ein bis zwei Häfen und einen klitzekleinen Fahrstuhl in unserem Hotel. Wenn man sich ganz schmal macht geht es. Sogar noch ein Rucksack passt mit rein.


Venaco 11. – 14. März 2026
Die erste Etappe mit dem eigentlichen Anlass unserer Reise, dem Chemin de Fer de la Corse , der korsischen Schmalspurbahn. Im Ort mit den lustigen Namen geht es ein Stück mit dem Bus weiter. Schienenersatzverkehr! Im Bergdorf angekommen müssen wir zwei Höhenstufen zu unserem Hotel überwinden. Ein Schild warnt sogar auf deutsch nicht in die Irre zu gehen. Das gilt sicherlich nur für Autos. Wir kommen auch wirklich durch.


Ein französisches Bergdorf wie aus dem Bilderbuch. Einmal im Dorf herum ist mehr ein hoch und runter. Der Frühling ist schon da. Ganz oben haben die Berge in Sichtweite noch weiße Spitzen.




Lecker Pizza haben wir auch im Gepäck. Italien ist ja gleich nebenan. Einfach auf das Bild klicken.

Von unserer Unterkunft im Bergdorf sind wir (nur) 4 km ins Tal gewandert. Am wildromantischen Gebirgsfluss gibt es nämlich einen Geocache. Google sagt: „größtenteils flach“ – ha ha. Tatsächlicher Höhenunterschied 359 Meter. Runter zu auf der Straße, zurück auf dem kürzeren Wanderweg. Der verliert sich auch gerne mal im Unterholz. Vorbei an verlassenen Hütten und über reißende Gebirgsbäche. Den Geocache habe ich gefunden, das schicke Café nebenan hatte noch geschlossen.




Mit der Eisenbahn Chemin de Fer de la Corse , der korsischen Schmalspurbahn über die Insel in den Südwesten nach Ajaccio. Um mitzufahren muss man auf dem Bahnsteig Venacu winken. Bedarfshaltestelle. Ajaccio – mittelgroße Touristenstadt am Meer mit dem Geburtshaus Napoleons. Noch ist alles sehr überschaubar, die diesjährige Saison läuft erst an. Ein Bad im Mittelmeer wäre möglich gewesen. Badehose vergessen, deswegen ging es nur bis zu den Knöcheln ins Wasser.
Heute ist wieder Wandertag. Oberhalb des Dorfes ist ein Wasserfall in Sichtweite – Entfernung Luftlinie ca. 1 km. Noch weiter oberhalb grüßen schneebedeckte Berggipfel. Entfernung Luftlinie ca. 3 km. Bis zum Wasserfall wollen wir. Damit es nicht zu einfach wird, noch ein kleiner Umweg über einen Pass und das Nachbardorf. Im Wald wird es dann anspruchsvoller. Wanderwege im Schwierigkeitsgrad „Gebirgssteig“
Wenn es waagerecht dahingeht ist es noch ganz angenehm. Meist tut es das nicht.
Kurz vor dem Ziel beschließen wir gegen 14:45 Uhr umzukehren. Der Wasserfall ist noch nicht ganz zum Greifen nah. Vielleicht noch 250 Meter durch ein Seitental, wahrscheinlich hätten wir hin und zurück noch einmal über eine Stunde gebraucht. Der Rückweg von nur 1 km , aber 420 Meter Höhenunterschied dauert fast 3 Stunden. Ziemlich weit oben stehen noch die Ruinen einiger Häuser. Der Zugang ist ein steiler, buckeliger Anstieg, der allenfalls das Prädikat „Bergziegenpfad“ hat.
Noch eine technische Beobachtung. Wie steht es wohl mit der Internetversorgung in dieser Abgeschiedenheit? Es gibt Glasfaser! Das wird ganz pragmatisch an die meist schon vorhandenen Telefon- oder Lichtmasten gehangen. Sieht nicht so schick aus, ginge in Deutschland vermutlich nicht, funktioniert aber. Und bei einem Defekt ist es schneller repariert, als die eben sanierte Dorfstraße wieder aufzureißen.


L’Île-Rousse 15. – 18.März 2026
Abfahrt zur nächsten Unterkunft. Wie bekannt: Winken wenn der Zug kommt. Für die Freunde gepflegter Dampflok-Nostalgie gibt es auch noch eine Kleinigkeit.




Abends werden außerhalb der Saison die Bürgersteige hochgeklappt.









Calvi, 17. März 2026
Ein Tagesausflug mit der Eisenbahn natürlich. Ein Stück die Küste runter nach Calvi, der nächsten Stadt am Meer.




Bastia, 19. März 2026
Noch einmal in Bastia, bevor es wieder zurück nach Italien geht.
Ein Besuch im regionalen Spezialitätenladen. Mattei – Das ist eine Destillerie. Aber es gibt auch alkoholfreie Produkte. Jede Menge Schokolade zum Beispiel. Der Gendarm von Saint Tropez war auch da, oder vielleicht sein Stellvertreter.


